Ella-Lingens-Straße
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Die Benennung der Straße in der Seestadt Aspern nach Ella Lingens erfolgte am 28. Februar 2012 durch den Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft. Die Ärztin Ella Lingens und ihr Ehemann Kurt versteckten 1941/42 mehrere Monate lang die junge Jüdin Erika Felden in ihrer Wohnung vor der Verfolgung durch das NS-Regime. Gemeinsam mit dem Psychoanalytiker Karl Motesiczky organisierte das Ehepaar Lingens die Flucht ponischer Juden in die Schweiz. Ihr Hilfswiderstand wurde verraten. Ella Lingens wurde in das KZ Auschwitz deportiert. Als "deutscharische" Ärztin im Krankenrevier wurde Ella Lingens dem berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele zugeteilt. In dieser Position gelang es ihr, durch Fehldiagnosen einige Jüdinnen und Juden vor dem Tod in der Gaskammer zu retten. Im Dezember 1944 wurde sie ins Konzentrationslager Dachau überstellt und erlebte dort die Befreiung durch die US-Truppen.
