Steg in den Gedenkwald Aspern
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Am 29. Mai 2017 wurde in der Seestadt Aspern ein Steg eröffnet, der in den 1987 angelegten und 1988 eröffneten Gedenkwald für 65.000 ermordete jüdische Bürger Wiens führt. Durch die Errichtung der Seestadt Aspern veränderte sich die relative Lage des ursprünglich an der Peripherie Wiens gelegenen Gedenkwaldes in ein Naherholungsgebiet für etwa 20.000 BewohnerInnen. Daher beauftragte die Wien 3420 Aspern Development AG und die MA 49 eine Aufwertung des mittlerweile stark verwachsenen Gedenkwaldes. Teile des ehemaligen Flugfeldes Aspern, auf dessen ehemaligen Gelände die Seestadt entsteht, wurden freigelegt, der Gedenkwald geforstet und ein Steg errichtet. Auf dem Holzsteg befinden sich Metalltafeln, die ineinander übergehend auf die verschiedenen historischen Schichten des Ortes verweisen. Auf dem Weg in den Gedenkwald werden die Geschichte des Erinnerungsortes und der antisemitischen Gewalt in Wien zwischen 1938 und 1945 erzählt. Auf dem Weg Richtung Seestadt werden das Flugfeld Aspern und die Entwicklung der Aviatik sowie die Seestadt Aspern thematisiert. Hierbei wechseln sich historische Fakten und Zitate ab. Das Projekt wurde von zwoPK, Büro für Landschaftsarchitektur, umgesetzt. Das Konzept für die Gestaltung des Erinnerungszeichens wurde unter breiter Beteiligung der Bezirksvorstehung Donaustadt, der Israelitischen Kultusgemeinde, dem Stadtteilmanagement Seestadt Aspern, dem Historiker Peter Pirker, der Projektleitung Seestadt Aspern sowie den Auftraggebern, der Wien 3420 AG und der MA 49 Forst- und Landwirtschaftsbetriebe, erarbeitet. Bei der Errichtung des Steges, der Gestaltung des Vorplatzes und der Waldpflege war greenlab beteiligt, ein sozialökonomisches Projekt für Wiener Jugendliche.
