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Denkmal Julius Schlegel und Rettung der Kunstschätze Monte Cassino

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Wien - Wertheimsteinpark, 1190 Wien
Wien / DenkmalSoldaten - WehrmachtÖffentlich zugänglich


Das 1975 errichtete Denkmal im Wertheimsteinpark bestehet aus einem Sockel mit Aufschrift und einer Büste von Julius Schlegel. Der Bankangestellte wurde 1939 als Offizier zur Wehrmacht einberufen und kam an den verschiedensten Fronten zum Einsatz. Ab Mai 1943 versah er seinen Dienst bei der Fallschirm-Panzer-Division "Hermann Göring" in Süditalien, wo er zum Kommandanten der Instandsetzungstruppe avancierte. Als er erkannte, dass das Kloster Monte Cassino wegen dessen strategischer Lage in Gefahr war, überredete er den Erzabt des Klosters und verbrachte auf eigene Faust die Kunstschätze der Abtei, darunter auch einzigartige Handschriften sowie die Reliquien des Heiligen Benedikt von Nursia, nach Rom. Das Kloster wurde im Februar 1944 von alliierten Bombern tatsächlich schwer beschädigt. Schlegel wurde im Sommer 1944 schwer verwundet und kam als Kriegsinvalider heim nach Wien, wo er nun in einer Papierhandlung arbeitete. Von den Alliierten als vermeintlicher Plünderer der Abtein inhaftiert, konnte er dank der Aussagen der Mönche von Monte Cassino wieder freikommen. Von 1954 bis 1958 wirkte er als Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates für die Österreichische Volkspartei.

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  • Hauptbild des Ortes
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Foto: porem




Transkription

Julius Schlegel 1895-1958 rettete die Kunstschätze von Monte Cassino im Kriegsjahr 1943.



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