Denkmal Turnertempel
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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten Nationalsozialisten während des Novemberpogroms alle Synagogen und Behäuser der Israelitischen Kultusgemeinde mit Ausnahme des Stadttempels im 1. Bezirk. Die Synagoge in der Turnergasse im 15. Bezirk wurde niedergebrannt. Am 10. November 2011 eröffnete die Stadt Wien an diesem Platz eine künstlerische Installation, die an die Synagoge erinnert. Den Ausgangspunkt nahm das Projekt im Jahr 2008 durch eine Initiative der Gebietsbetreuung und des Projektteams „Herklotzgasse 21“, das sich mit der jüdischen Vorgeschichte dieses Gebäudes und dem Leben der jüdischen Gemeinde im Bezirk beschäftigte. Gestaltet wurde die Installation zum Turnertempel von Iris Andraschek, Hubert Lobnig, Maria Auböck und János Kárász. Ihr Entwurf gewann den von KÖR - Kunst im öffentlichen Raum ausgeschriebenen Wettbewerb. Über den Platz verteilte Betonbalken stehen symbolisch für den zerstörten Dachstuhl, ergänzt werden diese durch in den Boden eingelassene Mosaike. Zusätzlich gibt es vor Ort eine erklärende Tafel in englischer, hebräischer, türkischer und serbisch-kroatischer Übersetzung.
