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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
DOKUMENTIEREN UND VERMITTELN

Digitale Erinnerungslandschaft



Installation der Erinnerung für vertriebene SchülerInnen

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Wien - Stubenbastei 6-8, 1010 Wien
Wien / SchriftskultpurJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeJugendliche explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Am 7. Dezember 2011 wurde im Gymnasium Stubenbastei, GRG 1, in der Stubenbastei 6-8 das Projekt "Installation der Erinnerung" präsentiert. Im Rahmen des Wahlpflichtfachs Centropa bearbeiten SchülerInnen des Gymnasiums Briefe von ehemaligen SchülerInnen, die nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten vertrieben wurden. Die Vertriebenen blieben durch den Versand von 675 Briefen zwischen 1938 und 1953 in Kontakt. Im Kontext des Projektes entstand ein Hörbuch sowie Erinnerungstafeln, die im Schulhaus angebracht wurden. Eine zusätzliche Informationstafel beleuchtet den Hintergrund des Projektes.





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Foto: porem




Transkription

Wir werden uns viel zu erzählen haben, wenn wir uns einmal wiedersehen. Ein Projekt des Wahlpflichtfachs Centropa unter der Leitung von Regina Erdinger und Sieglind Gabriel 2010/11 April 1938: 274 von 634 Schülern werden gezwungen, die Schule zu verlassen. Zwölf von ihnen verabschieden sich auf der Schwedenbrücke und versprechen einander, in Kontakt zu bleiben. In den Jahren 1938 bis 1953 schreiben sie sechshundertfünfund- siebzig Briefe, die sie einander in 106 Rundbriefen zuschicken. Diese Briefe werden 1994 von Egon Schwarz, der die Parallelklasse besuchte, dem Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich übergeben. 2010 bekommt unsere Schule durch Jacqueline Vansant, Germanistin an der University of Michigan – Dearborn, Kenntnis davon. Anhand der Briefe aus den Jahren 1938 bis 1942, die in digitalisierter Form vorliegen, zeichnen Schülerinnen und Schüler in einem bi- lingualen Wahlpflichtfach die Lebenswege der Rundbriefteil- nehmer nach. Es entsteht der Wunsch, diesen ver- triebenen Schülern der Stubenbastei wieder einen Platz an der Schule zu geben. Das Ergebnis sind die Installation der Erinnerung im Schulhaus und ein Audiobuch mit Aus- zügen aus den Briefen.



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