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Digitale Erinnerungslandschaft



Glasfenster in der Votivkirche zur Todesstiege im KZ Mauthausen

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Wien - Straße des Achten Mai, 1090 Wien
Wien / GlasfensterOrte des Terrors - Gestapo/SS/NSDAPOrte des Terrors - KZÖffentlich zugänglich


Im Jahr 1970 wurde innerhalb der Votivkirche im 9., Bezirk ein Glasfenster eingesetzt, das die Todesstiege des ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen zum Gegenstand hat. Das Fenster zeigt insgesamt sechs Häftlinge in Häftlingskleidung (senkrecht blau-weiß gestreift), teilweise ist auch der rote Winkel (für politische Häftlinge) sichtbar. Ein Wärter in schwarzer Kleidung (vermutlich SS) ist abgebildet, wie er mit einem Stock einen Häftling drangsaliert, während dieser auf der Stiege nach oben steigt. Ein anderer Häftling trägt einen Stein, ein weiterer Häftling hilft einen am Boden liegenden Häftling. In der linken unteren Ecke spendet ein Priester (ebenso in Häftlingskleidung, gemeint ist damit der am 22. März 1945 ermordete Priester Heinrich Maier) einem anderen Häftling die Lossprechung. Am oberen Ende der Todesstiege ist Jesus Christus zu sehen, der ein Kreuz ebenso die Todesstiege nach oben trägt, wobei ihm ein rot gekleideter Mann (vermutlich Simon von Cyrene) dabei hilft. Stifter des Glasfensters war die ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich, was auch am unteren Ende des Glasfensters angegeben ist.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Foto: porem




Transkription

Ich ergänze in meinem Leib, was für die Kirche an den Leiden Christi noch fehlt. Kol 1,24.



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