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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
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Digitale Erinnerungslandschaft



Gedenktafeln Emilie Flöge und Lina Loos

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Wien - Mariahilfer Straße 1B, 1060 Wien
Wien / GedenktafelJüdische Opfer - Als Jude oder Jüdin verfolgtFrauen explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Am 9. Jänner 2008 wurden an der Fassade des Hauses in der Mariahilfer Straße 1b im Bezirk Mariahilf zwei Gedenktafeln enthüllt, die an die Modeschöpferin Emilie Flöge und an die Schauspielerin Lina Loos erinnern. Emilie Flöge betrieb in diesem Haus bis 1938 einen Modesalon. Die Schließung des Modesalons hatte indirekt mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten zu tun, da Flöge ihre bisherige Kundschaft, die überwiegend jüdischer Herkunft war, verlor, sie selbst wurde nicht verfolgt. Der Vater von Lina Loos, Carl Obertimpfler, betrieb hier bis 1918 ein Kaffeehaus, in dem Lina Loos häufig gesehener Gast war.

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Foto: porem




Transkription

Emilie Flöge 30.8.1874 - † 26.5.1952 Modeschöpferin, war an der Propagierung des 'Reformkleides' – das ohne Korsett getragen wurde – maßgeblich beteiligt. Sie eröffnet in diesem Haus 1904 ihren Modesalon 'Schwestern Flöge', den sie 1938 zu schließen gezwungen war. Er war von Gustav Klimt und Kolo Moser gestaltet worden." Lina Loos 08.10.1882 - † 6.6.1950 Schauspielerin, Feuilletonistin und Schriftstellerin Lina Loos verkehrte regelmäßig im Café Casa Piccola, welches in diesem Haus von ihren Eltern geführt wurde. Nach einer kurzen Ehe mit dem Architekten Adolf Loos feierte sie als angesehene Schauspielerin an vielen Wiener Theatern große Erfolge. 'Man muss nur den Mut haben, alles auf die Spitze zu treiben. Wer ausweicht, weicht sich selbst aus, und wer sich selbst ausweicht, der findet sich nicht.' (Lina Loos)



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