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Digitale Erinnerungslandschaft



Gedenktafel Zerstörung Hubertempel

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Wien - Hubergasse 8, 1160 Wien
Wien / GedenktafelJüdische Opfer - GemeindeeinrichtungÖffentlich zugänglich


Im November 2011 wurde an der Fassade des Hauses in der Hubergasse 8 eine Gedenktafel angebracht, die an den Hubertempel erinnert, der sich hier befand und während der Novemberpogrome im Jahr 1938 durch die Nationalsozialisten zerstört wurde. 1970 wurden die Ruinen der Synagoge abgetragen und ein Wohnhaus errichtet. Bei der Tafel handelt es sich um einen sogenannten Wienkl, eine ergänzende Informationstafel, welche die Geschichte des Ortes kontextualisieren soll. Die Gedenktafel ersetzte eine ältere Tafel, die im Gedenkjahr 1988 angebracht worden war. Die Anregung zur Erneuerung der Gedenktafel geht auf Walter Arlen, Komponist und Nachkomme der Eigentümer des ehemaligen Warenhauses Dichter, zurück.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Foto: Nils Münger




Transkription

Hubertempel Hier stand die 1885/86 von Ludwig Tischler errichtete Synagoge. In der Nacht 9./10. November 1938 initiierten die nationalsozialistischen Machthaber ein gegen die jüdische Bevölkerung gerichtetes Pogrom. Dieses dauerte in Wien keineswegs, wie der verharmlosende, vom NS-regime geschaffene Begriff 'Reichskristallnacht' ausdrückt, nur eine Nacht, sondern mehrere Tage. Fast alle Synagogen und Bethäuser wurden zerstört, so auch dieses architektonisch beachtliche Gotteshaus. Die Ruinen blieben bis 1970 stehen. Von den mehr als 200 000 vor 1938 in Österreich lebenden Menschen, die aufgrund der nationalsozialistischen 'Nürnberger Gesetze' als Juden und Jüdinnen galten, fielen mindestens 65 500 der Schoa zum Opfer. [Übersetzung in hebräischer Sprache]



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