Am Dr.-Ellenbogen-Hof an der Brigittenauer Lände 148-154 brachte die Gemeinde Wien im September 1963 eine Gedenktafel für den Namensgeber der Wohnhausanlage, den sozialdemokratischen Politiker Wilhelm Ellenbogen, an. Wilhelm Ellenbogen war von der antisemitischen Politik der Nationalsozialisten bedroht und musste 1939 deshalb in die USA fliehen. Bereits unter dem austrofaschistischen Regime hatte Ellenbogen seine politischen Funktionen als Nationalratsabgeordneter und Mitglied der Parteileitung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) verloren. 1934 wurde er vorübergehend verhaftet. Nach 1945 gelang ihm die Rückkehr nach Wien nicht.
Dr. Ellenbogen-Hof
Dr. Wilhelm Ellenbogen, 1863-1951, vertrat als
Abgeordneter von 1901-1934 die Interessen
des arbeitenden Volkes der Brigittenau.
Sein Leben als Arzt und Politiker, als Helfer
der Armen und Unterdrückten, war ein
unermüdlicher Kampf für Frieden,
Freiheit und soziale Gerechtigkeit.
Vertrieben von dem von ihm bekämpften
Faschismus, starb er in der Emigration
in New York