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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
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Digitale Erinnerungslandschaft



Gedenktafel und Porträt Elise Richter

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Wien - Universitätsring 1, 1010 Wien
Wien / GedenktafelJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeJüdische Opfer - KZÖffentlich zugänglich


Im Jahr 2005 wurde vor dem 2003 nach Elise Richter benannten Hörsaal im Hauptgebäude der Universität Wien am Universitätsring 1 ein Porträt und eine Gedenktafel angebracht, die an die jüdische Universitätsprofessorin erinnern. Elise Richter wurde nach Machtübernahme durch die Nationalsozialisten von der Universität entlassen und 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert.

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Foto: porem




Transkription

Elise-Richter-Saal Elise Richter (1865 – 1943) Als erste Frau Österreichs hat sich Elise Richter im Jahre 1905 an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien habilitiert. Sie erhielt zwei Jahre später die Venia legendi der Romanistik und wurde zur Dozentin ernannt. 1921 konnte sie auch den 'Titel eines außerordent- lichen Professors' erwerben. In den Jahren 1922 – 30 fungierte sie als Vorsitzende des von ihr gegründeten 'Verbandes der akademischen Frauen Österreichs'. Ihr umfangreiches sprachwissenschaftliches Werk fand international große Beachtung, die ordent- liche Professur wurde ihr jedoch versagt. Als Jüdin 1938 von der Universität entlassen, wurde sie 1942 gemeinsam mit ihrer Schwester, der Anglistin und Theaterwissenschaftlerin Helene Richter, in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Dort verlieren sich ihre Spuren.



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