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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
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Gedenktafel Margarete Hilferding

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Wien - Leebgasse 100, 1100 Wien
Wien / GedenktafelJüdische Opfer - Als Jude oder Jüdin verfolgtPolitischer WiderstandOrte des Terrors - KZFrauen explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Die Stadt Wien benannte im Jahr 2006 eine 1928/1929 in Favoriten errichtetete städtische Wohnhausanlage nach der Ärztin und sozialdemokratischen Politikerin Margarethe Hilferding. An der Fassade in der Leebgasse 100 brachte die Bezirksvertretung eine Tafel an, die an sie erinnert. Margarethe Hilferding wurde vom NS-Regime als Jüdin verfolgt und im Juni 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt und drei Monate später weiter in das Vernichtunglager Treblinka deportiert. Dort verlieren sich ihre Spuren. Margarethe Hilferding gilt als eine der einflussreichsten Individualpsychologinnen und Individualpsychologen der Zwischenkriegszeit in Wien. Sie beschäftigte sich mit Frauenfragen, Sexualität und Geburtenregelung, Aufklärung und Erziehung. In Favoriten arbeitete sie seit 1910 als praktische Ärztin, Frauenärztin und Schulärztin. Sie war von 1927 bis 1934 als sozialdemokratische Bezirksrätin tätig.

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  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Foto: Nils Münger




Transkription

Dr. Margarethe Hilferding geb. 1871 Absolvierte als erste Frau ein Medizinstudium in Wien, war Ärztin und Bezirksrätin in Favoriten und als erste Frau Mitglied der Psychoanalytischen Vereinigung. Sie wurde 1942 im KZ ermordet.



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