Gedenktafel Karl Lederer und Rudolf Löw
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Die Gedenktafel für Karl Lederer und Rudolf Löw wurde am 10. März 1988 im Gebäude der Finanzprokuratur in der Singerstraße 17-19 im 1. Bezirk angebracht. Die Tafel hängt im Bereich der Feststiege. Rudolf Löw war von 1929 bis 1938 Präsident der Finanzprokuratur. Er wurde von den Nationalsozialisten als Jude verfolgt, im September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort ums Leben gebracht. Karl Lederer war seit 1936 Mitarbeiter der Finanzprokuratur und wurde vom NS-Regime als "jüdischer Mischling" aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Lederer war Mitglied der "Österreichischen Freiheitsbewegung". Die Gruppe verfasste zahlreiche Flugblätter mit antinationalsozialistischem Inhalt. Im Sommer 1940 verriet der Gestapo-Spitzel Otto Hartmann ihre Tätigkeit und Lederer wurde mit etwa 300 weiteren Widerstandskämpfern verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, einen Plan zum Sturz des NS-Regimes, zur "Lostrennung der Alpen- und Donaugaue vom Großdeutschen Reich" und zur Errichtung eines selbständigen österreichischen Staats zu verfolgen. Das Gerichtsverfahren zog sich über die Jahre 1943 und 1944 und endete mit der Verurteilung Karl Lederers und weiterer zehn Personen zum Tod. Das Urteil wurde im Mai 1944 im Wiener Landesgericht vollzogen.
