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Denkmal für Irene Harand

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Wien - Irene Harand Platz 13, 1040 Wien
Wien / DenkmalPolitischer WiderstandFrauen explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Das Denkmal für die katholische Autorin und Kämpferin gegen den Antisemitismus Irene Harand wurde am 9. November 2010, dem 72. Jahrestag der Novemberpogrome 1938, enthüllt. Es befindet sich auf dem Vorplatz der Paulanerkirche im 4. Bezirk, der 2006 nach ihr benannt worden war. Das Projekt wurde vom Ehrenkomitee Irene Harand unter der Leitung des Historikers Wolfgang Bandion durchgeführt. Die Plastik von Stephan Hilge thematisiert Vertreibung, Flucht und Exil, wovon Irene Harand selbst betroffen war. Sie hatte 1933 die „Weltbewegung gegen Rassenhass und Menschennot“ gegründet und in mehreren Publikationen vor Adolf Hitler gewarnt. Ihr Buch „Sein Kampf. Antwort an Hitler“ (1935) wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1938 floh sie in die USA und engagierte sich in exilpolitischen Organisationen und in der amerikanischen Öffentlichkeit gegen den Nationalsozialismus. Sie unterstützte außerdem österreichische Juden bei der Flucht in die USA. Für ihr Engagement gegen den Antisemitismus und den Nationalsozialismus wurde sie 1969 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. Umstritten ist ihre Unterstützung des austrofaschistischen Regimes in Österreich zwischen 1933 und 1938.

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Foto: Nils Münger




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