Die Gedenktafel erinnert an den Juristen Hans Karl Zeßner-Spitzenberg. Sie wurde am 4. Februar 1955 innerhalb der Kaasgrabenkirche am Stefan-Esders-Platz angebracht. Im Zuge einer Renovierung wurde die Tafel am 7. Oktober 1978 an die Außenfassade verlegt. Zu einem unbekannten Zeitpunkt (möglicherweise 1978) wurde die urspüngliche Tafel durch eine neue mit stark verändertem Text ersetzt. Zeßner-Spitzenberg wurde als katholisch-monarchistische Gegner des NS-Regimes kurz nach dem "Anschluss", am 18. März 1938, von der Gestapo verhaftet und in das KZ Dachau deportiert, wo er nach schweren Misshandlungen zu Tode geschunden wurde.
Zum Gedenken an
DDr. Hans Karl Freiherrn Zeßner von Spitzenberg
geboren am 4. Februar 1885
verhaftet am 18. März 1938 in dieser Kirche.
Nach Misshandlungen
gestorben am 1. August 1938
im Konzentrationslager Dachau
im Glauben an Gott und für die Freiheit Österreichs.
'Wir müssen uns bemühen
den Willen Gottes in allem zu erkennen
und möglichst vollkommen zu erfüllen.'
(Letzter Satz aus dem letzten Brief)