Am 13. Mai 2015 wurde an der Fassade des Hauses Längenfeldgasse 68 im Bezirk Meidling eine Gedenktafel enthüllt, die an den Wehrdienstverweigerer Gerhard Steinacher erinnert, der in diesem Wohnblock gelebt hat. Steinacher war Zeuge Jehovas und weigerte sich aus religiösen Gründen den Wehrdienst in der Wehrmacht zu leisten. Er wurde wegen "Zersetzung der Wehrkraft" vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und 1940 in Berlin hingerichtet. Die Tafel wurde von Helmut Misar und Gyula Varga enthüllt. Gestiftet wurde sie vom Verein Lila Winkel. Der Briefwechsel zwischen Gerhard Steinacher und seinen Eltern wurde 1998 publiziert.
GERHARD STEINACHER
geboren am 21. Sept. 1920 – ermordet am 30. März 1940
Im Alter von 19 Jahren wurde Gerhard durch das NS-Regime
zum Tode verurteilt und wegen Wehrdienstverweigerung
in Berlin enthauptet.
Bis zu seiner Verhaftung wohnte er mit seiner Familie in diesem Wohnblock.
In seiner letzten Nacht schrieb er an die Eltern
schießen kann ich nicht
Als Zeuge Jehovas gehorchte er dem Gebot Gottes: Du sollst nicht töten
Ein Held des Friedens – vergessen Sie ihn nicht
Verein LILA WINKEL