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Gedenktafel Gerhard Steinacher

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Wien - Längenfeldgasse 68, 1120 Wien
Wien / GedenktafelReligiöser WiderstandOrte des Terrors - JustizÖffentlich zugänglich


Am 13. Mai 2015 wurde an der Fassade des Hauses Längenfeldgasse 68 im Bezirk Meidling eine Gedenktafel enthüllt, die an den Wehrdienstverweigerer Gerhard Steinacher erinnert, der in diesem Wohnblock gelebt hat. Steinacher war Zeuge Jehovas und weigerte sich aus religiösen Gründen den Wehrdienst in der Wehrmacht zu leisten. Er wurde wegen "Zersetzung der Wehrkraft" vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und 1940 in Berlin hingerichtet. Die Tafel wurde von Helmut Misar und Gyula Varga enthüllt. Gestiftet wurde sie vom Verein Lila Winkel. Der Briefwechsel zwischen Gerhard Steinacher und seinen Eltern wurde 1998 publiziert.

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Foto: porem




Transkription

GERHARD STEINACHER geboren am 21. Sept. 1920 – ermordet am 30. März 1940 Im Alter von 19 Jahren wurde Gerhard durch das NS-Regime zum Tode verurteilt und wegen Wehrdienstverweigerung in Berlin enthauptet. Bis zu seiner Verhaftung wohnte er mit seiner Familie in diesem Wohnblock. In seiner letzten Nacht schrieb er an die Eltern schießen kann ich nicht Als Zeuge Jehovas gehorchte er dem Gebot Gottes: Du sollst nicht töten Ein Held des Friedens – vergessen Sie ihn nicht Verein LILA WINKEL



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