Denkmal Für das Kind - Rettung jüdischer und nichtjüdischer Kinder 1938
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Am 14. März 2008 wurde in der Kassenhalle des Wiener Westbahnhofs die Skulptur „Für das Kind“ enthüllt. Das Denkmal der Bildhauerin Flor Kent erinnert an die 10.000 mehrheitlich jüdischen Kinder, die 1938 durch Transporte nach England vor der weiteren Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime in Sicherheit gebracht werden konnten. Die „Kindertransporte“ gingen auf die Initiative jüdischer Organisationen und der Religiösen Gesellschaft der Freunde (Quäker) in Großbritannien zurück. Sie erreichten vom britischen Premierminister Neville Chamberlain die Einreisegenehmigung für jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei und Polen. Insgesamt konnten bis September 1939 (Kriegsbeginn) durch 43 Kindertransporte mehr als 3.200 unbegleitete jüdische Kinder von Wien nach Großbritannien, Belgien, Frankreich, Niederlande, Schweden, die USA und in die Schweiz gebracht werden. Sechs weitere Kindertransporte gelangen nach Kriegsbeginn in die USA. Bei der Eröffnung war auch Sam Morris anwesend, jenes Kind, das für die Bronzefigur Modell stand und dessen Urgroßmutter Sara Schreiber durch einen Kindertransport gerettet werden konnte.
