Denkmal Carl Szokoll
Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden
| Personen, Metadaten und Bilder ansehen
Das Bundesministerium für Landesverteidigung benannte am 25. August 2005 einen Innenhof seines Amtssitzes, der Roßauer Kaserne im Bezirk Alsergrund, nach dem Widerstandkämpfer und Filmproduzenten Carl Szokoll. Gleichzeitig wurden eine Gedenktafel sowie die „Gewissens-Skulptur“ des Bildhauers Richard Agreiter enthüllt, die ebenfalls an Szokolls Widerstand gegen den Nationalsozialismus erinnern. Am Festakt zur Enthüllung des Gedenksteins nahm neben Verteidigungsminister Günther Platter auch Nationalratspräsident Andreas Khol teil. Er erklärte in seiner Ansprache: „Wir sind stolz auf unser Bundesheer und darauf, dass dieser zentrale Hof des Ministeriums nach einem Mann des Widerstands gegen den Nationalsozialismus benannt wird.“ Auf Kritik, dass trotz der Würdigung von Carl Szokoll eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der Roßauer Kaserne ausstehe, reagierte das Verteidigungsministerium 2011 mit einer erweiterten Neuauflage einer Gebäudegeschichte zur Roßauer Kaserne. Darin wurde erstmals auch auf die Verfolgung von ungehorsamen Wehrmachtssoldaten durch die NS-Militärjustiz im Gebäude hingewiesen.
