Gedenktafel "Kündigungsgrund Nichtarier" - Strindberghof
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Am Strindberghof in der Strindberggasse 1 wurde am 22. September 1999 im Rahmen des Projekts "Kündigungsgrund: 'Nichtarier'" eine Gedenktafel für jüdische Mieterinnen und Mieter enthüllt, die 1938 von den Nationalsozialisten aus dem Gemeindebau vertrieben worden waren. Das Projekt "Kündigungsgrund: 'Nichtarier'" wurde von der Volkshochschule Simmering unter der Leitung von Walter Schuster durchgeführt. Angestoßen hat die Erforschung der Vertreibung jüdischer Mieterinnen und Mieter aus den Wiener Gemeindebauten unter dem Nationalsozialismus in den Jahren 1938 und 1939 der Archivar, Bibliothekar und Mitarbeiter im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes Herbert Exenberger, der gemeinsam mit Johann Koß und Brigitte Ungar-Klein 1996 die Studie "Kündigungsgrund Nichtarier. Die Vertreibung jüdischer Mieter aus Wiener Gemeindebauten in den Jahren 1938 und 1939" publiziert hat. Im Jahr 1999 wurde in der Bücherei Wien 11 die Ausstellung "Kündigungsgrund Nichtarier" gezeigt. Das Projekt wurde mit einer "historischen Wanderung" durch Simmering abgeschlossen, bei der fünf Gedenktafeln an Gemeindebauten enthüllt wurden. Henriette Löwy (geb. 16. Oktober 1884) wurde gemeinsam mit ihrem Mann Ludwig Löwy (geb. 31. Jänner 1884) am 5. Oktober 1942 nach Minsk deportiert und ermordet. Josef Neumann (geb. 15. Jänner 1872) wurde am 23. Oktober 1941 nach Litzmannstadt/Łódź deportiert und ist dort am 27. April 1942 gestorben. Gisela Tuschak (geb. 5. August 1887) wurde mit ihrem Mann Hans Stefan Tuschak (geb. 30. Dezember 1885) und ihrer Tochter Magdalena Tuschak (geb. 1. September 1922) nach Theresienstadt deportiert. Magdalena Tuschak wurde am 5. Oktober 1943 in das KZ Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihre Eltern wurden am 6. Oktober 1944 in das KZ Auschwitz deportiert und ebenfalls ermordet.
