Gedenksymbol Schlüssel gegen das Vergessen
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Am 8. April 2008 wurde in der Servitengasse im 9. Bezirk die Installation "Schlüssel gegen das Vergessen" enthüllt, die an jene jüdischen Bewohner*innen der Servitengasse erinnern soll, die während der NS-Zeit ermordet und vertrieben worden waren. Die Realisierung des Gedenksymbols war eingebettet in ein Forschungsprojekt des zivilgesellschaftlichen Vereins Servitengasse 1938, der die Erforschung der Lebensgeschichten und Schicksale der ehemaligen jüdischen BewohnerInnen im Viertel zum Ziel hatte. In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst wurde für die Umsetzung des Gedenksymbols ein Wettbewerb ausgeschrieben. Julia Schulz konnte die Jury mit ihrem Entwurf überzeugen. Die realisierte Installation besteht aus einer in den Boden eingelassenen Glasvitrine, die den Blick auf 462, mit Namensschildern versehene Schlüssel frei gibt. Die Schlüssel symbolisieren, "dass hier Menschen gelebt, gearbeitet und gewohnt haben, aus dieser Gasse vertrieben wurden und vergessen waren. Sie symbolisieren aber auch das Wiederfinden und das Erinnern an ihre Namen" (Verein Servitengasse 1938).
