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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
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Digitale Erinnerungslandschaft



Büste Hans Przibram

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Wien - Dr. Ignaz Seipel-Platz 2, 1010 Wien
Wien / SkulpturJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeÖffentlich zugänglich


Am 12. Juni 2015 wurde in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) eine Büste von Hans Przibram enthüllt. Eine Gedenktafel neben der Büste erinnert an die antisemitische Verfolgung des Zoologen durch das NS-Regime und seinen Tod im Ghetto/KZ Theresienstadt. Die Büste, 1933 vom Bildhauer André Roder (1900–1959) geschaffen, war bereits 1947 von Hans Przibrams Bruder, dem Physiker Karl Przibram, gestiftet worden. Das Original befindet sich seit 2015 im Archiv der ÖAW, ausgestellt ist ein Duplikat. Zeitgleich legte die ÖAW ein virtuelles Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der ÖAW auf, das von der Historikerin Heidemarie Uhl und dem Historiker Johannes Feichtinger herausgegeben wurde.

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Foto: porem




Transkription

Hans Przibram (1874–1944) war 1902 einer der Gründer und bis 1938 einer der Leiter der Biologischen Versuchsanstalt (BVA) im Wiener Prater, einer der weltweit ersten Forschungseinrichtungen für experimentelle Biologie. 1914 erhielt die kaiserliche Akademie der Wissenschaften die BVA als Schenkung. Der Zoologe Przibram wurde dadurch zu einem ihrer größten Förderer. Nach dem 'Anschluss' 1938 wurde er 'rassisch' verfolgt und von der Akademie seiner Funktion enthoben. Hans Przibram starb 1944 im Ghetto/KZ Theresienstadt.



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