Denkmal für Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit
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Am 5. Juni 2023 wurde im Resselpark am Karlsplatz ein Denkmal eröffnet. Es erinnert an die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit. Homosexualität unter erwachsenen Personen war in Österreich von 1852 bis 1971 strafbar. Nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 erhöhte sich die Anzahl der als Homosexuelle verfolgten Männer und Frauen. Die Strafmaße stiegen deutlich. Die nationalsozialistischen Behörden kriminalisierten die Beschuldigten. Sie kamen ins Gefängnis, in die Nervenklinik, den Operationssaal oder in Konzentrationslager. Allein aus Wien wurden mehr als 100 Männer in Konzentrationslager deportiert, weniger als ein Drittel der Verfolgten überlebte. Nach der Befreiung Österreichs wurde niemand von ihnen als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Nach einem Community-Beteiligungsprozess fand 2021 ein offener Wettbewerb für ein "Denkmal für Männer und Frauen, die Opfer der Homosexuellen-Verfolgung in der NS-Zeit wurden" statt. Sarah Ortmeyer und Karl Kolbitz gewannen mit ihrem Entwurf ARCUS - Schatten eines Regenbogens.
