Gedenkstätte für die Opfer der NS-Justiz
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Im Laufe des Jahres 1951 wurde im ehemaligen Hinrichtungsraum der NS-Justiz im Landesgericht Wien eine "Gedenkstätte für die Opfer der NS-Justiz" eingerichtet. Die Forderung nach einer solchen Gedenkstätte wurde erstmals Mitte 1949 vom KZ-Verband geäußert. Der Architekt Wilhelm Schütte entwarf einen Plan für die Gestaltung des Raumes (und eines Nebenraumes). Diese wurde im Sommer und Herbst 1951 vorgenommen, wobei nicht alle Vorschläge von Schütte umgesetzt wurden. Am 2. November 1951 fand hier die erste Gedenkfeier für die Hingerichteten statt. Über dem (damaligen, heute verschlossenen) Eingang zum ehemaligen Hinrichtungsraum wurde eine Gedenktafel angebracht. Die Gedenkstätte wurde 1967 erstmals maßgeblich verändert und seither mehrfach um Informationen zu Tätern und Opfer sowie um Widmungen erweitert. Im Juni 2024 eröffnete Justizministerin Alma Zadić eine neue Dauerausstellung mit dem Titel "Man kann sie direkt sterben hören". Thematisiert wird dabei auch, dass viele Überlebende der NS-Verfolgung in der Zweiten Republik gesellschaftlich ausgegrenzt und diskriminiert wurden. Im Landesgericht ließ die NS-Justiz etwa 1.200 Frauen und Männer mit der Guillotine enthaupten, darunter befanden sich etwa 600 WiderstandskämpferInnen.
