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Denkmal für die 1938 bis 1945 vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien

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Wien - Universitätsring 1, 1010 Wien
Wien / GedenktafelJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeJüdische Opfer - KZFrauen explizit erwähntJugendliche explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Am 19. Mai 2022 wurde im 1. Stock des Hauptgebäudes der Universität Wien, Universitätsring 1, das "Denkmal für die 1938 bis 1945 vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien" eröffnet. Es erinnert namentlich an Osias Heschel Babad, Jakob Josef Bachstitz (Yaakov Bahat), Chiel Juda Bahrer, Bernhard Eugen Baumgarten (Yissacher Boimgarten), Johanna Bechmann, Kurt Bergmann, Anna Christine Bergson-Sonnenberg (verh. Lethbridge), Paula Bergstein (verh. Kampf), Jehosua Blau, Dora Blum, Walter Blum, Hedwig Bodenstein (verh. Leitner), Berta Bondi (verh. Haag), Ruth Buchbinder (verh. Kleinberg), Josef Burg, Jakob Buttermann, Otto Chomet Kestenbaum, Friedrich Engel-Jánosi, Felix Fanto, Margarete Feldbau (verh. Shenk), Rosa Feriszke Leimberg (verh. Jelinek), Stella Bianca Feuerstein (verh. Arditti), Gertrud Fischer, Franz Forel, Elisabeth Frankl, Edith Fuchs, Paul Fuhrmann, Eduard (Edward) Glaser, Saul Goldschlag, Herbert Goldstaub (Galton), Penina Gottfried, Hertha Gottscheer (verh. Kessler), Innozenz Grafe, Edmund Groag, Berisch Gross, Paula Eugenie Gross (geb. Hirsch), Sara Günsberg (Sarah Ginzberg), Herbert Günzburg, Adolf (Rolf Abraham) Haas, Jakob Habermann (Jacob Haberman), Oswald Habermann (Haberman), Marie Hacker (verh. Klausner), Regine Halbrecht (verh. Berman), Erich Norbert Haliczer (Eric Hallister), Klara Haspel, Martha Hauer (verh. Schapira), Hermann Helfgott (Zvi Asaria), Hildegard Hickmann, Hans Holzer, Alois Hradil, Max Moses Jägermann (Jagerman), Helmuth Jörg, Franziska Karpeles (Frances Hoffman), David Katz, Friedrich Klein (Fred M. Friedel), Gertrud Klempner (verh. Laubier), Emmy Knopf, Friedrich Wilhelm König, Erwin Kronfeld, Egon Kux (Kadmon), Gerhart Ladner, Leon Landau, Paul Lande, Elisabeth Marianne Langer, David Lanner, Gisela Lewin, August Loehr, Heinrich Löwy, Ida Margulies (geb. Piepes), Ilse Meiler (verh. Grainger), Josef (Joseph F.) Meisels, Martha Meisl, Malka Michaeli (geb. Balaban), Jakob Mörsel (Jacob Moersel), Hans Mzik, Stefan (Stephen A.) Neumann, Doris Oppenheim (verh. Liffmann), Sara Pauker Scherl (verh. Abramsky), Emil Perels, Karl Pink, Melitta Pohorille (geb. Kohn), Herta Polatschek, Nelly Pressburger (verh. Brasch (Brash), verh. Mandl), Alfred Francis Pribram, Ernst Pulgram, Walter Quartner, Viktor Rosenfeld, Isaac Rosin (Yits-Haq Rozen), Helene Rübner (Rubner), Menachem Beir Safran, Lily Salz, Ilse Sanders (verh. Robey), Josef Sapiro, Blanka Satz (verh. Moscisker), Erika Schechner, Hermann (Zvi) Schechter, Blanka Regine Schelest (verh. Fleming), Isidor Schenk, Anny Schlesinger (verh. Lessner) (Ann M. Lingg), Hugo Schreiber, Herbert Schwarcz, Ernst Schwarz, Elisabeth Sgalitzer (verh. Elizabeth S.-Ettinghausen), Lily Siegel, Henriette Singer, Therese Singer (verh. Sheldon), Alice Sperber Bernzweig, Julius Spritzer (Yehuda Reshef), Herta Steiger (verh. Rader), Gideon Hans Stein (John G. Stewart), Klara Stengel (verh. Weinberg), Erika Stern (verh. Galinovsky), Eugenie Steuerman (verh. Giselle von Grunebaum), Eugen Treiszer, Zita Triger (verh. Spiss), Felizia Tyndel (verh. Hohenberg), Heinrich Unger, Djordje Vadnai, Sophie Vitek, Leopold Weinberger, Siegfried Weinberger, Stella Weiss (verh. Pecker), Lisbet Weiszmann (verh. Dichter), Gertrude West, Chaje Ruchel Windler (verh. Holmes), Isak Wurman, Helene Zeissl (verh. Loebenstein), Friederike Zucker (verh. Raphael). Nähere biographische Informationen zu den genannten Personen befinden sich online im Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Universität Wien 1938.

Verbundene Personen





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Foto: Peter Pirker




Transkription

Wenn Namen leuchten Denkmal für die im Nationalsozialismus vertriebenen Geschichte-Studierenden und -Lehrenden der Universität Wien Historischer Hintergrund: Von der Universität Wien wurden nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus 1938 rund 3.000 vorwiegend jüdische Angehörige der Universität ausgeschlossen und in der Folge vertrieben bzw. vielfach ermordet – darunter auch 120 Studierende und acht Lehrende des Fachs Geschichte. Künstlerisches Konzept: Die Künstlerin Iris Andraschek lässt die Namen der Vertriebenen aus dem Dunkel der Vergangenheit und des Vergessens heraus leuchten. Durch die Spiegelung der Betrachter*innen sowie der Architektur verbinden und überlagern einander Vergangenheit und Gegenwart. Die verwendete Schrift „Elizabeth“ wurde im Nationalsozialismus enteignet, ihre Erfinderin Elizabeth Friedländer als Jüdin vertrieben, die Schrift von „Friedländer“ in „Elizabeth“ umbenannt. Biografische Informationen zu den Geehrten: https://gedenkbuch.univie.ac.at



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