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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
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Gedenktafel Wanda Lanzer / Wanda-Lanzer-Hof

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Wien - Speisinger Straße 84-98, 1130 Wien
Wien / GedenktafelJüdische Opfer - Als Jude oder Jüdin verfolgtPolitischer WiderstandFrauen explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Am 8. September 2017 benannte der Wiener Gemeinderatsausschuss für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung die Wohnhausanlage Speisinger Straße nach der sozialdemokratischen Journalistin und Bibliothekarin Wanda Lanzer (1896-1980). Wanda Lanzer war nach ihrem Studium der Staatswissenschaft eine Pionierin der Erwachsenenbildung in der Wiener Arbeiterkammer. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde in der Wohnung der Familie Lanzer eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Danach verschwand ihr Ehemann Felix Lanzer spurlos, er wurde 1951 offiziell für tot erklärt. Aufgrund ihrer politischen Überzeugung und ihrer Herkunft aus einer jüdischen Familie war Wanda Lanza doppelt gefährdet. Über Intervention des schwedischen Sozialdemokraten und Außenministers Rickard Sandler konnte Wanda Lanzer mit ihrer jüngeren Tochter im April 1939 nach Stockholm emigrieren. Sie kehrte erst 1964 wieder nach Wien zurück und war für die Wiener Arbeiterkammer als Archivarin tätig.

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Foto: Nils Münger




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