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Gedenktafel Rennweg 10: Die „Schindler-Villa“ Innsbruck

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Tirol - Rennweg 10, 6020 Innsbruck
Tirol / GedenktafelKollektivÖffentlich zugänglich


1927 erbaute der jüdische Cafetier und Branntweinfabrikant Hugo Schindler eine Villa im Rennweg 10 in Innsbruck. 1938 wurde die Villa „arisiert“, die Sparkasse der Stadt Innsbruck kaufte sie zu einem günstigen Preis auf Geheiß von Franz Hofer. Der Gauleiter für Tirol und Vorarlberg bezog sie im Sommer 1938, ein Jahr später kaufte er sie. Nach einem langwierigen Restitutionsverfahren gelangte die Villa 1949 wieder in seinen Besitz. Seine Witwe Edith und sein Sohn Kurt verkauften sie 1956. 1990 kauft die Österreichische Akademie der Wissenschaften die Villa, 2013 übertrug sie die Liegenschaft der Universität Innsbruck. Veronika Sexl, Rektorin der Universität Innsbruck, beauftragte Dirk Rupnow, Dekan der Philosophisch-Historischen Fakultät, mit der Organisation zur Anbringung einer Gedenktafel, die Auskunft über die Geschichte des Gebäudes gibt. Am 8. November 2024 wurde die Tafel enthüllt. Anwesend waren Meriel Schindler, Nichte von Hugo Schindler, der Innsbrucker Bürgermeister Johannes Anzengruber, der Vorsitzende der Landesgedächtnisstiftung Herwig van Staa und der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg Siegfried Gitterle.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Gedenktafel Rennweg 10: Die „Schindler-Villa“, 2024 (© Horst Schreiber)




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