Kunstinstallation „Oradour“ vor dem Haupteingang des Bundesschulzentrums Schwaz Ost
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Im September 2023 präsentierte das Tiroler Landesmuseum eine von Michaela Feurstein-Prasser und Roland Sila kuratierte Installation am Vorplatz des Ferdinandeums in Innsbruck. Sie erinnerte an das Zwangsarbeiter- und Entnazifizierungslager „Oradour“ in Schwaz sowie an die Ermordung hunderter Menschen im französischen Ort Oradour-sur-Glane durch die SS. Den Rahmen bildete eine netzartige Stahlkonstruktion, die unter der Leitung von Stefan Rutzinger und Kristina Schinegger vom Institut für Gestaltung der Universität Innsbruck entworfen, entwickelt und gemeinsam mit Studierenden gefertigt wurde. Die Installation war Teil des Kooperationsprojekts „Memories of Memories“, an dem sich außer dem Ferdinandeum unter der Leitung von Roland Sila mehrere Kultureinrichtungen der Stadt Schwaz beteiligten. Im Herbst 2023 wurde die Kunstinstallation in Innsbruck abgebaut, aus ihren Materialien ein neues Objekt zusammengestellt und vor dem Haupteingang des Bundesschulzentrums Schwaz Ost errichtet. Lisa Noggler-Gürtler und Günther Dankl kuratierten das neue Objekt und versahen es mit Texten, Bildern, Erinnerungsstücken und Stoffbahnen. Im Mittelpunkt steht das NS-Zwangsarbeiterlager und das Entnazifizierungslager „Oradour“ in Schwaz. Bürgermeisterin Victoria Weber, Kulturreferentin Iris Mailer-Schrey, Kuratorin Lisa Noggler-Gürtler, der Leiter der Bibliothek des Landesmuseums Roland Sila und der Direktor der BHAK/BHAS Schwaz Friedrich Hellmayr weihten die Installation unter Beisein von Schülerinnen und Schülern, die sich mit „Oradour“ auseinandergesetzt hatten, am 7.2.2024 ein.
