Denkmal für ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen
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In den letzten Kriegsmonaten wurden von den nationalsozialistischen Machthabern zehntausende Jüdinnen und Juden auf sogenannten Todesmärschen vom Ostwallbau quer durch die Steiermark ins KZ Mauthausen getrieben. Dabei kam es immer wieder zu Erschießungen und Massakern. Das größte Massaker verübte der Eisenerzer Volkssturm am 8. April 1945 in unmittelbarer Nähe der Passhöhe des Präbichls, bei dem über 200 Juden und Jüdinnen ermordet und in der Seeau beim Leopoldsteiner See verscharrt wurden. In unmittelbarer Nähe zum Leopoldsteiner See stellte Ramesch Daha eine überdimensionale geknickte historische Postkarte als Denkmal auf. Zudem hat sie weitere elf Postkarten (Wandfliesen) im Durchgang neben der Liebfrauenkirche in Eisenerz angebracht, die sie mit Augenzeugenberichten sowie lyrischen Texten versehen hat und die das scheinbar idyllische Bild der Eisenerzer Landschaft entlarven.
