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Stolperstein für Margarete "Grete" Schkolnik

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Steiermark - Lagergasse 89, 8020 Graz
Steiermark / StolpersteinJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeFrauen explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Margarete (Grete) Schkolnik wurde am 12. Februar 1904 in Wien als Tochter von Aron Schkolnik und Rebekka Schkolnik geboren. Ihre Mutter starb früh und ihr Vater heiratete Chane Beile Szreier. Am 8. Dezember 1926 heiratete sie Asriel Selig ("Sigmund“ oder "Szigo“) Silber, der der Bruder von Gretes Stiefmutter war. Die beiden hatten zwei Töchter: Erika, die am 12.2.1929 geboren wurde und Gertrude, die am 18.1.1931 das Licht der Welt erblickte. Ihr Mann führte bis zum "Anschluss" die Geschäfte der Klagenfurter Filiale der Firma "A. Schkolnik & Sohn", die Gretes Vater und Bruder gehörte. Die Familie lebte daher zeitweise auch in Klagenfurt. Beide Töchter konnten mit einem der letzten "Kindertransporte" 1939 (oder Ende 1938) nach Schweden flüchten. Ihre Eltern hatten bis zum Kriegsende keine Möglichkeit, Kontakt zu ihren Töchtern aufzunehmen, also sechs oder sieben Jahre lang. Grete flüchtete 1938 mit dem Rest ihrer Familie nach Palästina, wo sie in Tel Aviv die NS-Herrschaft überlebten. Ab 1947 bemühten sich die Geschwister Samuel Schkolnik, Helene Schreier und Margarete Silber als Erbinnen und Erbe von Aron Schkolnik um Restitution des geraubten Geschäfts und der Immobilie in der Lagergasse – ein Verfahren, das sich über mehrere Jahre erstreckte. Letztlich wurde der Familie am 22. Dezember 1948 Recht zugesprochen, die Summe für die damalige Ersteigerung des Besitzes mussten sie jedoch an die Witwe des "Ariseurs" zurückzahlen.

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Foto: Sabrina Melcher




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