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Stolperstein für Simon "Simche Chaim" Salzmann

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Steiermark - Griesplatz 4, 8020 Graz
Steiermark / StolpersteinJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeÖffentlich zugänglich


Simon (Simche Chaim) Salzmann wurde 1882 in Czernowitz geboren, übersiedelte aber während des Ersten Weltkriegs in die steirische Landeshauptstadt, wo er Elsa Freudmann kennenlernte und heiratete. Simon hatte einen Malerbetrieb und die Familie besaß eine Wohnung am Griesplatz und erwarb auch eine Villa in Wetzelsdorf. Sohn Harald kam 1921 in Graz zur Welt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 verschärfte sich die Lage für die Familie. Simon wurde festgenommen und für einige Wochen im KZ Dachau eingesperrt. Im Herbst 1938 wurde der familiäre Betrieb unter sog. "kommissarische Verwaltung" gestellt und es wurden sämtliche Konten gesperrt. Simon schaffte es allerdings mit seiner Familie Visen für Tanger zu erhalten und im Sommer 1939 über Wien, Straßburg und Marseille nach Afrika zu flüchten. Dies schaffte er mithilfe seiner Tochter aus erster Ehe, Rosa Reisz, die einen Arbeitsvertrag für eine Firma in Marokko fingierte. Am 10. Juli 1939 erreichte die Familie schließlich Tanger im Nordwesten Marokkos. Dort starb seine Frau Elsa 1943. Simon kehrte mit seinem Sohn Harald 1947 nach Graz zurück, wo er 1957 die in Graz geborene Margarethe Schwarz heiratete. Sie war vor den Nationalsozialisten nach England geflohen. Nach der Restitution ihres Besitzes nahmen Vater und Sohn Salzmann ihre Arbeit als Malermeister in Graz wieder auf. Simon Salzmann verstarb in Graz.

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Foto: Sabrina Melcher




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