Stolperstein für Irene Ransburg
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Irene Ransburg wurde als Kind des jüdischen Ehepaars Ludwig und Dora Ransburg am 20. November 1898 geboren. Bereits wenige Jahre später kamen die Eltern zu Tode und das Kleinkind kam zur Familie Brix, die in St. Ruprecht a. d. Raab ein Feinkostgeschäft betrieb. Sie haben das Kind in christlichem Glauben erzogen. Später besuchte Irene die Handelsschule in Graz, die sie erfolgreich absolvierte. Mit 16 Jahren erkrankte sie und verlor schließlich ihr Augenlicht und die Fähigkeit zu hören. Aufgrund der vollkommenen Taub- und Blindheit kam Irene im Jahr 1915 in die Odilien-Blindenanstalt in Graz (St. Leonhard). Sie beschäftigte sich während dieser Zeit künstlerisch und hatte auch mit vielen LiteratInnen Kontakt. Bis zum Herbst 1944 war es gelungen zu verheimlichen, dass sich in der Anstalt eine taubblinde, getaufte Jüdin befand. Ein Verrat führte schließlich jedoch dazu, dass Irene Ransburg am 21. September 1944 von der Gestapo abgeholt und ins KZ Theresienstadt verschleppt wurde. Am 23. Oktober wurde sie ins Todeslager Auschwitz-Birkenau überstellt und ermordet. Am 11. Mai 2015 fand im Odilien-Institut eine Gedenkfeier für Irene Ransburg statt, deren Höhepunkt die Enthüllung einer Gedenktafel war.
