DERLA |

VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
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Digitale Erinnerungslandschaft



Stolperstein für Sally Gertler

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Steiermark - Neubaugasse 59, 8020 Graz
Steiermark / StolpersteinJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeFrauen explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Sally Gertler wurde 1917 in Graz geboren, wohin ihre Eltern Max und Golda Gertler aus Galizien ausgewandert waren. Nach einiger Zeit in Graz, zogen die Eltern für mehrere Jahre wieder zurück nach Galizien um ab 1926/27 endgültig in Graz zu bleiben. Dort wohnte Sally zusammen mit ihren vier Geschwistern in der Idlhofgasse und dann in der Neubaugasse. Der familiäre Betrieb, ein Textilfachgeschäft, war in der Mariahilferstraße. Laut Angaben von Familienmitgliedern war die Familie sehr religiös und die jüdischen Feiertage wurden relativ strikt eingehalten. Die Familie besuchte auch regelmäßig die Synagoge und führte einen koscheren Haushalt. Die Sozialisation der fünf Kinder erfolgte abseits der Schule im Wesentlichen im jüdischen Umfeld, vor allem im zionistischen Jugendbund Blau-Weiß. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der vorübergehenden KZ-Haft des Vaters versuchte die Familie zu fliehen. Im Gegensatz zur restlichen Familie, die nach Palästina bzw. Schweden flüchtete, konnte Sally 1939 als Dienstmädchen nach England emigrieren. Von der Familie Gertler überlebten alle Familienmitglieder die Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Über Sallys Schicksal ist allerdings bisher nicht mehr bekannt.

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Foto: Sabrina Melcher




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