Stolperstein für Franz Pföss
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Franz Pföss wurde am 9. Dezember 1910 in Hallein geboren. Er war ledig und arbeitete zunächst als Hilfsarbeiter, später als Eisenbieger. Er war Mitglied des Arbeiterturnvereins der sozialdemokratischen Baugewerkschaft und schloss sich im März 1937 den Internationalen Brigaden an, um im Spanischen Bürgerkrieg gegen Franco und den Faschismus zu kämpfen. Ende 1937 kehrte er jedoch wieder nach Hallein zurück. Am 25. September 1939 wurde Pföss in München von der Gestapo verhaftet und am 7. Dezember 1939 in das KZ Sachsenhausen überstellt, wo er die Häftlingsnummern 5661 und 14842 erhielt. Am 27. August 1940 wurde er in das KZ Auschwitz deportiert (Häftlingsnummer 3282) und dort als Kapo der Elektriker eingesetzt. Am 7. November 1944 wurde er zur SS-Sondereinheit Dirlewanger überstellt. Aufgrund der hohen Verluste und der drohenden Niederlage rekrutierte die SS in der Endphase des Krieges auch politische Häftlinge. Viele dieser Häftlinge versuchten, zur Roten Armee überzulaufen und wurden bei Entdeckung von der SS exekutiert. Über das Schicksal von Pföss seit November 1944 ist nichts bekannt, ebenso wenig wie sein genaues Todesdatum. Als Todestag ist der 8. Mai 1945 verzeichnet, der Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Die Spanienkämpfer waren Freiwillige aus vielen Ländern, so auch ca. 1.400 Personen aus Österreich, die nach Spanien reisten, um die Spanische Republik nach dem Franco-Putsch zu verteidigen. Die Freiwilligen sahen ihren Beitrag im Kampf gegen den Faschismus, der sich über ganz Europa auszubreiten schien. Viele der Spanienkämpfer wurden nach ihrer Rückkehr nach Österreich durch die Nationalsozialisten verfolgt.
