Stolperstein für Ernst Hallinger
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Ernst Hallinger wurde am 26. April 1907 geboren, war Tischlergehilfe in Hallein und Funktionär der illegalen Kommunistischen Partei Österreichs. Als Obergefreiter bei der Flak-Ersatz-Abteilung 45 befand er sich Anfang 1944 auf Fronturlaub bei seiner Familie, wo er beschloss, nicht mehr zum Kriegseinsatz zurückzukehren. Sein Vater organisierte ein Versteck in einer Bauhütte in Haslach bei Glasenbach, wo seine Familie ihn mit Lebensmitteln versorgte. Im April 1944 wurde das Versteck durch einen Glasenbacher entdeckt und Hallinger am 4. April 1944 von der SS aufgespürt, verwundet und verhaftet. Er wurde in Salzburg inhaftiert und am 26. Juni 1944 wegen Fahnenflucht zum Tode verurteilt. Am 25. Oktober 1944 wurde er auf dem Militärschießplatz Kagran in Wien von einem Exekutionskommando erschossen. Seine Ehefrau Luise und sein Vater wurden zu je neun und sieben Monaten Zuchthaus verurteilt. Luise und sein Bruder Albert, der seit November 1939 in Konzentrationslagern inhaftiert war, wurden schließlich von den Alliierten befreit.
