Stolperstein für Antonie Furtschegger
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Antonie Furtschegger wurde am 31.3.1896 in Wien als Antonie Walzhofer geboren. Aufgrund gesundheitlicher Probleme, die in ihrer Kindheit begannen, wurde sie ab dem 19. Lebensjahr wiederholt in Nervenheilanstalten aufgenommen. Sie arbeitete zwischenzeitlich als Hausgehilfin und Schneiderin, später auch als Kellnerin in Hamburg und in der Tschechoslowakei. 1931 starb ihre Tochter, was zu einem Rückfall führte. 1932 war sie erneut Patientin in Gugging (NÖ) und wurde nach kurzer Zeit als geheilt entlassen. 1934 heiratete sie den Hilfsarbeiter Oskar Furtschegger aus Hallein und zog mit ihm in eine Wohnung in der Reichsstraße 5 (heute Salzburgerstraße 45). Am 29. Mai 1937 unternahm sie einen Suizidversuch und wurde ins Krankenhaus St. Johann im Pongau eingeliefert. Nach einem weiteren Selbstmordversuch wurde sie in die Salzburger „Landesheilanstalt" überstellt. Aufgrund einer kurzfristigen Stabilisierung ihres Zustands konnte sie im September 1937 vorübergehend nach Hause zurückkehren, wurde jedoch bald darauf erneut eingewiesen. Am 18.4.1941 wurde Antonie Furtschegger gemeinsam mit 27 weiteren Patientinnen mit dem dritten der insgesamt vier Transporte der „Aktion T4” aus der „Landesheilanstalt" Salzburg-Lehen in die Tötungsanstalt Hartheim deportiert und dort ermordet.
