Stolperstein für Antonie Brunauer
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Antonie Brunauer, geb. Scheibl, wurde am 24.12.1902 in Salzburg-Itzling geboren. Als uneheliches Kind wurde sie im Alter von sechs bis acht Jahren an eine Bauernfamilie übergeben, wo sie verpflegt wurde und am Hof arbeiten musste. Nach ihrer Schulzeit arbeitete sie als Magd und Haushaltsgehilfin. 1922 heiratete sie den Halleiner Fabrikarbeiter Josef Brunauer. Im November 1933 wurde sie aufgrund von „Angstzuständen und paranoiden Ideen” in die „Landesheilanstalt Salzburg-Lehen" aufgenommen. Die Diagnose lautete „paranoide Schizophrenie” und in der Krankenakte wurde sie als „vollkommen uneinsichtig” beschrieben, da sie wiederholt forderte, nach Hause entlassen zu werden. Ab 1939 lautete der Eintrag jährlich nur noch „Unverändert, katatone Erregungszustände, immer in Bettbehandlung.“ Am 16.4.1941 wurde sie mit dem ersten von insgesamt vier Transporten der „Aktion T4” aus der „Landesheilanstalt Salzburg-Lehen" in die Tötungsanstalt Hartheim deportiert und dort ermordet. Am 20. April 2013 wurde in Erinnerung an sie ein Stolperstein verlegt.
