Stolperstein für Böttinger Karl
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Karl Böttinger wurde am 27. Oktober 1891 in Andorf im Bezirk Schärding geboren, war gelernter Tischler und seit 1918 Eisenbahner. Er war Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei und der Freien Gewerkschaft bis zu ihrem Verbot im Februar 1934. Ab 1935 wohnte er mit seiner Ehefrau Rosa in der Stadt Salzburg. Unter dem NS-Regime gehörte Karl Böttinger zur Widerstandsgruppe Revolutionäre Sozialisten (RSÖ) in der Reichsbahnwerkstätte rund um Engelbert Weiss. Die Gruppen des Widerstandes wurden 1942 zerschlagen. Karl Böttinger, Matthias Holzer und Andreas Rehrl waren unter dem NS-Regime im Gefangenenhaus des Landesgerichts Salzburg inhaftiert und wurden zu Zwangsarbeit genötigt. Sie mussten unter anderem nach Bombenangriffen den Schutt aufräumen und Bomben bergen. Am 17. November 1944 starben die drei beim Versuch eine Zeitzünderbombe am Max-Ott-Platz zu entschärfen.
