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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
IM NATIONALSOZIALISMUS
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Digitale Erinnerungslandschaft



Wandbild in Erinnerung an die Opfer der NS-"Euthanasie" im Garten des Konradinums

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Salzburg - Konrad-Seyde-Straße 20, 5301 Eugendorf
Salzburg / BildNS-EuthanasieJugendliche explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Das vom Künstler Karl Weiser geschaffene Wandbild befand sich zunächst an der Fassade des alten Tages- und Wohnheims Konradinum in Eugendorf. Nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes und der Übersiedlung aller Bewohner*innen im Jahr 2021, wurde das Wandbild im Garten des neuen Heims aufgestellt, der Vorgängerbau wurde abgetragen. Als dauernde oder vorübergehende Unterkunft bietet das Konradinum bis heute Menschen mit psychischen und physischen Beeinträchtigungen diverse Unterstützungsangebote. Während der NS-Zeit war es ein Schauplatz der unmenschlichen NS-Politik. So planten NS-Behörden, die beeinträchtigen Kinder in unterschiedliche Anstalten verlegen zu lassen. Unter der Leitung von SR Gräfin Anna Bertha Königsegg brachten die Schwestern zuvor jedoch bereits zwanzig Kinder nach Mariathal bei Kramsach in Tirol, weitere 13 Kinder verlegte man in die Pflegeheilanstalt Schernberg bei Schwarzach, die Nationalsozialisten enteigneten daraufhin die leerstehenden Räumlichkeiten. Im Jänner 1941 beschlossen die Behörden, die Kinder zu deportieren, wogegen sich heftiger Widerstand seitens der Schwestern regte. Dieser war jedoch vergebens; ab 16. April 1941 wurde ein großer Teil der Kinder aus dem Konradinum, die in Mariathal und Schernberg Zuflucht gefunden hatten, in Tötungsanstalten deportiert und ermordet. Bis heute kann weder über die Getöteten noch über die Überlebenden, die oft von Familien aufgenommen und versteckt wurden, Genaueres gesagt werden. Die Gedenktafel, die sich im Eingangsbereich des neu erbauten Gebäudes befindet, gedenkt der aufgrund psychischer bzw. physischer Beeinträchtigung ermordeten Heimbewohner*innen.





  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Wandbild im Garten des Konradinums für die Opfer der NS-"Euthanasie", 2024 (© Hasan Softić)




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