Gedenktafel für Ili und Hellmuth Stieff
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Die Gedenktafel für Hellmuth und Ili Stieff wurde am 29. Mai 2005 enthüllt. Sie gedenkt des Ehepaars Stieff, das sich dem NS-Regime widersetzte, wofür Hellmuth Stieff, beteiligt am Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944, mit dem Leben bezahlte. Stieff begann 1922 seine Offizierslaufbahn und zeigte sich bald begeistert von der NSDAP. Nach den beobachteten Kriegsverbrechen der Wehrmacht in Osteuropa nimmt er Kontakt mit Widerstandskämpfern auf und ist an den Vorbereitungen zum Attentat auf Hitler beteiligt. Seine Gattin Ili Stieff, geborene Gaertner, mit der er seit 1939 in Thalgau lebte, bestärkte ihn in seiner Überzeugung. Nach dem gescheiterten Attentat ließ man Hellmuth Stieff verhaften. Unter Folter wurde er verhört und am 8. August 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet. Ili Stieff wurde ebenso verhaftet und blieb bis November 1944 in Breslau inhaftiert. Aufgrund zahlreicher Drohungen gegen ihre Person seitens der NSDAP-Ortsgruppe Thalgau konnte sie aber erst nach der Befreiung des Ortes im Mai 1945 in die Gemeinde zurückkehren, wo sie bis zu ihrem Tod am 19. Juli 1980 wohnhaft war.
