Rinnerthaler-Passage und Galerie
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Die Rinnerthaler-Passage und die darin ausgestellten Werke, die aus dem Projekt “Einwurf” des Künstler Bernhard Gwiggner hervorgingen, erinnern an Georg und Johann Rinnerthaler. Georg Rinnerthaler, 1882 geboren, war als Mitglieder der Christlichsozialen Partei und danach als Amtswalter der Vaterländischen Front schon bald das Feindbild der Neumarker Nationalsozialisten. Aufgrund dessen wurde der Gasthausbetreiber und Fleischhauer nur wenige Tage nach dem “Anschluss” verhaftet und mit seinem Sohn Johann Rinnerthaler in das KZ Dachau deportiert. Nach einjähriger Internierung wurde er am 20. März 1939 entlassen, jedoch aus Neumarkt verbannt, weshalb er die restliche NS-Herrschaft in Freilassing verbrachte. Georg Rinnerthaler starb am 3. März 1957. So wie der Vater überlebte auch der Sohn die Zeit des NS-Regimes in der Verbannung; bereits am 13. März 1939 aus dem KZ Dachau entlassen, verbannte die örtliche NSDAP auch ihn aus dem Heimatgemeinde. Johann Rinnerthaler starb am 11. November 1980.
