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Stolperstein für Matthias Nobis

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Salzburg - Holzhauserstraße 32, 5113 Holzhausen
Salzburg / StolpersteinReligiöser WiderstandÖffentlich zugänglich


Am 19. Juli 1997 wurde vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Nobis der Stolperstein für den Kriegsdienstverweigerer Matthias Nobis enthüllt. Er gedenkt des am 15. Jänner 1910 in Sankt Georgen bei Salzburg Geborenen, der vor dem „Anschluss“ als Landarbeiter im Flachgau und teilweise auch in der Steiermark tätig war. Nach dem März 1938 war Matthias Nobis in Salzburg-Gnigl beschäftigt. Nobis kam vermutlich durch seinen elf Jahre älteren Bruder Johann in Kontakt mit den Zeugen Jehovas. Bereits im November 1939 wurde er zum Gebirgsjägerbataillon Nr. 136 eingezogen. Aufgrund seines Glaubens verweigerte er den Kriegsdienst jedoch, weshalb er am 23. November 1939 zum Tode verurteilt wurde. Die Vollstreckung des Urteils erfolgte am 26. Jänner 1940 in Berlin-Plötzensee.

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  • Hauptbild des Ortes
  • Sekundäres Bild des Ortes
Stolperstein für Matthias Nobis, der aufgrund seiner religiösen Überzeugungen ermordet wurde, 2024 (© Hasan Softić)




Transkription

Hier wohnte Matthias Nobis Zeuge Jehova Jg. 1910 wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet in Berlin 1940



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