Gedenktafel für die Häftlinge des Außenlagers des KZ-Dachau
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Die Gedenktafel, die sich an der Außenseite der im Jahr 2006 eingeweihten St. Leonhardskapelle in Plainfeld befindet, erinnert an jene Menschen, die am Gut Pabenschwandt Zwangsarbeit leisten mussten. Als Außenkommando des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück im Februar 1942 etabliert, unterstand es bis 1. Dezember 1944 dessen Verwaltung, wurde aber dann der Verwaltung des KZ Dachau übergeben. Kommandoführer war der SS-Stabsarzt Karl Fahrenkamp, der am Gut unterschiedliche Experimente an Tieren und Pflanzen vornahm, wobei ihm die Zwangsarbeiter*innen helfen mussten. Das Gut Pabenschwandt war eines von zahlreichen Außenkommandos, die meist in Haushalten, in der Landwirtschaft oder in Forschungseinrichtungen eingesetzt wurden. Oft bestanden sie aus rund 15 Personen, häufig Zeugen Jehovas, deren Zusammensetzung sich bis Kriegsende nicht änderte. Auch wurden die Häftlinge in den letzten Kriegswochen nicht evakuiert – wie es in Konzentrationslagern geschah –, sondern von den Einheiten am jeweiligen Ort zurückgelassen und dort befreit.
