Denkmal für den Lamprechtshausener Juliputsch 1934
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Das Denkmal in der „Stadlerkurve” erinnert an den nationalsozialistischen Umsturzversuch im Juli 1934. Während der 30er Jahre nahm die NS-Agitation in Österreich sukzessive zu. Einen vorläufigen Höhepunkt stellten die Ereignisse des 25. Juli 1934 dar. Österreichische Nationalsozialisten drangen mit dem Ziel, die Regierung zu stürzen, ins Bundeskanzleramt ein und erschossen Engelbert Dollfuß. Die Behörden schlugen den Putschversuch nach wenigen Tagen nieder, die Putschisten nahmen sie fest. Aber auch in einigen Salzburger Gemeinden wie beispielsweise Lamprechtshausen, Mattsee und Seekirchen kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. In Lamprechtshausen begannen diese am Abend des 27. Juli 1934. Vierzig teilweise bewaffnete SA-Männer besetzten den Gendarmerieposten, überfielen das Postamt und nahmen ortsbekannte Austrofaschisten als Geiseln. Nach Bekanntwerden rückten Heimwehrtruppen aus und begannen, die Putschisten zu beschießen, die sich daraufhin ins Gasthaus Stadler zurückzogen. Am nächsten Morgen rückten das Bundesheer, eine Patrouille der Gendarmerie sowie eine weitere Heimwehrabteilung aus; nach erneutem Schusswechsel wurden die Aufständischen festgenommen. Dabei starben zwei Bundesheersoldaten sowie fünf Putschisten.
