Stolperstein für Helene (von) Taussig
Erinnerungsort detailiert betrachten | Forschungsdaten downloaden
| Personen, Metadaten und Bilder ansehen
Der Stolperstein für Helene Taussig wurde am 3. Juli 2014 in unmittelbarer Nähe zur Pfarrkirche Anif – an der Kreuzung der Römerstraße und des Sankt Oswaldwegs – verlegt. Er gedenkt der am 10.5.1879 in Wien geborenen bildenden Künstlerin, die 1923 zum Katholizismus konvertierte, weshalb sie in den Anfangstagen des NS-Regimes in Österreich noch unbehelligt leben konnte. Die Künstlerin verbrachte mit kurzen Unterbrechungen rund zwanzig Jahre in der Gemeinde Anif, wobei sie die letzten Salzburger Jahre in einem von Otto Prossinger entworfenen Atelierhaus wohnte und arbeitete. Am 28. Februar 1940 wurde sie von der Gestapo nach Wien abgeschoben, ihr Haus infolgedessen „arisiert”. In Wien befand sie sich mit anderen konvertierten Jüdinnen*Juden in einem Karmelitinnenkloster. Zwei Jahre nach ihrer Verbannung nach Wien deportierte man sie am 9. April 1942 in das polnische Ghetto Izbica. Nur wenige Tage später, vermutlich am 21.4.1942, wurde Helene Taussig ermordet.
