Dr.-Adolf-Altmann-Straße
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Die am 3. November 1988 nach Dr. Adolf Altmann benannte Straße gedenkt des Rabbiners und Gründers der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg. Am 8. September 1879 im damals noch ungarischen Hunsdorf geboren, übernahm er 1907 das Rabbinat der Kultusgemeinde Linz. Nur wenige Jahre später, 1911, begründete er die Kultusgemeinde Salzburg mit. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Malyne Weisz hatte er sechs Kinder; die Familie war in Salzburg wohnhaft. Nur wenige Wochen nach dem “Anschluss” floh er mit seiner Frau nach Den Haag in den Niederlanden, das die Nationalsozialisten 1940 besetzten. 1943 zwang man sie ins Ghetto in Amsterdam, von wo aus das Ehepaar über die Konzentrationslager Westerbork und Theresienstadt am 16. Mai 1943 nach Auschwitz deportiert wurden. Adolf Altmann und seine Ehefrau Malyine Weisz wurden am 7. Juli 1944 vergast. Auch einer der Söhne, eine Tochter sowie ein Schwiegersohn und die beiden Enkelkinder wurden in den Gaskammern ermordet.
