Aglassingerstraße
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Im Salzburger Stadtteil Gnigl erinnert seit 1947 die Aglassingerstraße an den Sozialdemokraten, Gewerkschafter und Eisenbahner Valentin Aglassinger, der am 14. Februar 1886 im oberösterreichischen St. Pantaleon geboren wurde. Trotz der Tatsache, dass er keiner konkreten Widerstandszelle angehörte, galt er dennoch als “politisch vorbelastet”; zudem unterstützte er erkrankte Kollegen immer wieder finanziell. Am 15. März 1943 wurde Aglassinger wegen “Vorbereitung zum Hochverrat” verhaftet, am 19. Jänner 1944 aber wieder freigesprochen. Nach dem Freispruch wurde er jedoch nicht aus der Haft entlassen, sondern am 19. April 1944 in das Konzentrationslager Dachau deportiert, wo er am 7. Februar 1945 ermordet wurde. Neben dem Straßennamen erinnert auch ein Stolperstein in der Stadt Salzburg an Valentin Aglassinger.
