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Stolperstein für Zaninelli Rupert

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Salzburg - Glangasse 2, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinNS-EuthanasieJugendliche explizit erwähntÖffentlich zugänglich


Rupert Zaninelli wurde am 14. September 1923 in Salzburg geboren. Seine Mutter war ledig und arbeitete als Dienstmädchen in Maxglan. Sie verstarb bereits 1925. Der Vater ist nicht bekannt. Rupert Zaninelli wuchs nach dem frühen Tod seiner Mutter in verschiedenen Heimen und Pflegeheimen der Stadt Salzburg auf. Unter dem NS-Regime wurde er – so wie zahlreiche Kinder und Jugendliche, die in Pflegeheimen aufwuchsen – nach Mariatal bei Kramsach in Tirol verlegt. Dort befand sich ein Pflegeheim, welches vom Orden der Barmherzigen Schwestern des Heiligen Vinzenz von Paul geführt wurde. Visitatorin der Pflegeanstalt war Anna Bertha Königsegg, welche sich gegen die gezielte Ermordung von Kranken und Beeinträchtigen einsetzte. Als sie am 16. April 1941 von der Gestapo verhaftet wurde, fiel der Schutz für ihre Pfleglinge weg. Rupert Zaninelli wurde kurz darauf am 23. Mai 1941 nach Hartheim deportiert und im Rahmen der nationalsozialistischen Geheimaktion “T4”, auch bekannt als “NS-Euthanasie”, ermordet. Die Menschen, die im Nationalsozialismus im Rahmen der “NS-Euthanasie” verfolgt wurden, wiesen eine Bandbreite von Krankheiten und Beeinträchtigungen auf, darunter schwere Mehrfachbehinderungen, Depressionen, Schizophrenie, Epilepsie, Gehörlosigkeit oder kognitive Einschränkungen.

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Stolperstein für Zaninelli Rupert, 2024 (© Sebastian Sillinger)




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