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Stolperstein für Weissberger Otto

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Salzburg - Rudolfsplatz 3, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinJüdische Opfer - Als Jude oder Jüdin verfolgtJüdische Opfer - KZÖffentlich zugänglich


Otto Weissenberger wurde am 18. Mai 1872 in Pardubice im heutigen Tschechien in eine jüdische Familie geboren. 1897 konvertierte er zum evangelischen Glauben und heiratete Maria Schenner in Bad Goisern. Gemeinsam bekamen sie zwei Söhne, Franz, geboren 1898 und Rudolf, geboren 1899. Gemeinsam lebte die Familie in Aigen-Voglhub, einer Ortschaft der Gemeinde Strobl am Wolfgangsee, wo Otto Weissberger Eigentümer mehrerer Liegenschaften war, darunter ein Sägewerk und ein Gasthaus. Otto Weissenberger war für die Christlich-Soziale Partei im Gemeinderat tätig und Ehrenobmann des Traber-Zucht- und Rennvereins in Bad Ischl. In den 1920er Jahren gab er die Geschäftsleitung an seinen ältesten Sohn Franz ab. Seine geliebte Ehefrau Maria starb im September 1938. Er blieb nach dem “Anschluss” zunächst von Anfeindungen verschont, zog sich aber immer mehr zurück. So ging er erst meist erst nach Einbruch der Dunkelheit vor sein Haus, damit ihn niemand mit dem stigmatisierenden “Judenstern” sah. Im Frühjahr 1943 wurde er denunziert und in das Polizeigefängnis am heutigen Rudolfskai gebracht, wo er vermutlich misshandelt wurde. Am 21. Mai 1943 wurde Otto Weissberger in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und starb dort am 19. Juni 1943 an einer Lungenentzündung, wie die offizielle Todesursache lautete.

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Stolperstein für Weissberger Otto, 2024 (© Sebastian Sillinger)




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