Stolperstein für Weil Camill
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Camill Weil wurde am 2. März 1885 in die jüdische Familie Ludmilla und David Weil in Prag geboren. In Prag absolvierte Camill Weil die Technische Hochschule und war danach im Dienst der k.u.k. Österreichischen Staatsbahnen tätig. 1929 wurde er als Oberbaurat nach Salzburg versetzt. Seit 1909 war Camill Weil mit Hilde Klein, einer Jüdin aus Prag, verheiratet und gemeinsam hatten sie zwei Kinder namens Gerda und Ilse. Die Ehe zwischen Hilde und Camill wurde geschieden und er heiratete erneut in der Stadt Salzburg eine Katholikin namens Therese. Camill Weil war einer der 26 Männer, die während des Novemberpogroms in Salzburg verhaftet und am 12. November 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert wurden. Im selben Monat kam Camill Weil dort frei mit der Bedingung, das Deutsche Reich umgehend zu verlassen. Die Familie Weil musste ihr Haus am Josef-Mayburger-Kai 8 zugunsten eines “Hauptschriftleiters” der NS-Propaganda verlassen und konnte noch bis Anfang Dezember 1939 bei Freunden unterkommen. Am 6. Dezember 1939 meldete sich das Ehepaar Weil in Salzburg ab und ging nach Stockholm. Camill Weil starb am 23. Juni 1943 in Stockholm. Seine beiden Töchter Gerda und Ilse, als auch seine geschiedene Frau Hilde konnten das nationalsozialistische Regime überleben.
