Denkmal für sowjetische Kriegsopfer und anderer Nationen am Kommunalfriedhof
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Am Salzburger Kommunalfriedhof befindet sich seit 1949 ein Denkmal für all diejenigen Sowjetbürger und -bürgerinnen, die zwischen 1944 und 1947 an dieser Stelle begraben wurden. Die Errichtung des Obelisken samt rotem Stern mit Hammer und Sichel forderte die sowjetische Besatzungsmacht ein. In Anwesenheit aller Besatzungsmächte enthüllte Landeshauptmann Josef Rehrl das Denkmal am 20. Juni 1949. Gewidmet ist es all jenen Menschen der Sowjetunion, die nach dem Überfall des Deutschen Reichs in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten oder zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden und unter unmenschlichen Bedingungen vor allem in der Landwirtschaft sowie im Straßen- und Kraftwerksbau eingesetzt waren. Bis heute werden bei der jährlichen Feier für die Opfer des Nationalsozialismus auch vor dem Obelisken Kränze niedergelegt und Reden gehalten. Ähnliche Denkmale findet man darüber hinaus in St. Johann im Pongau und in Kaprun.
