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VERFOLGUNG UND WIDERSTAND
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Stolperstein für Stwertka Julius

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Salzburg - Max-Reinhardt-Platz, 5020 Salzburg
Salzburg / StolpersteinJüdische Opfer - Israelitische KultusgemeindeÖffentlich zugänglich


Julius Stwertka wurde am 7. März 1872 in Wien als Sohn des jüdischen Ehepaares Antonie und Alois Stwertka geboren. Aus einer musikalischen Familie stammend, konnte auch Stwertka, trotz seiner jüdischen Herkunft, Karriere als Geiger machen. So war er beispielsweise Konzertmeister am Hamburger Stadttheater sowie an der Wiener Hofoper, er war Mitglied der Wiener Philharmoniker, Professor am Wiener Konservatorium und an der Musikakademie sowie Geiger im überaus renommierten Rosé-Quartett, mit dem er auch zwei Mal bei den Salzburger Festspielen auftrat. Den “Anschluss” erlebte der Geiger im Ruhestand; im März 1938 vertrieben die Nationalsozialisten sämtliche jüdischen Künstler und Künstlerinnen aus den Orchstern der Staatsoper und der Philharmoniker. Julius Stwerkta, seine Frau Rosa Kohlberg und die beiden Kinder blieben zunächst in Wien und ertrugen die NS-Repressalien. Am 27. August 1942 wurde die gesamte Familie Stwertka ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert; Julius Stwertka starb dort am 17. Dezember 1942, seine Frau und seine beiden Kinder wurden am 16. Mai 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie am nächsten Tag vergast wurden.

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Stolperstein für Stwertka Julius , 2024 (© Sebastian Sillinger)




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